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Fragenkatalog

Darstellung von Fragen

Denkt man an einen Fragebogen, hat man sicherlich das folgende Bild vor Augen: Auf der linken Seite des Fragebogens stehen von oben nach unten die verschiedenen Fragen aufgelistet; auf der rechten Seite oder genau unter ihnen befinden sich die Antworten. In einigen seltenen Fällen gibt es auch schon einmal ein Kästchen für eine Freitext-Antwort, doch es ist bekannt, dass diese aufgrund der schwierigen Verarbeitung bei einem Fragebogen mit einem großen Teilnehmerkreis bei den durchführenden Instituten nicht sonderlich beliebt ist. Daher ist der imaginierte Fragebogen gefüllt mit der überaus beliebten Fünfer-Skala, die ggf. noch an einigen wenigen Stellen von Ja-Nein-Weiß-nicht-Antworten entlastet wird. Wie so oft setzt sich Mittelmaß durch, obwohl gerade in Zeiten von komplexen Benutzeroberflächen und auch Teilnehmern, die möglicherweise eher grafisch orientiert sind oder auch ansonsten komplexe grafische Oberflächen verwenden, gar nicht die vorhandenen technischen Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden. Die Beispiele auf den folgenden Seiten sollen daher sowohl gängige Darstellungsformen wie auch innovative Konzepte kurz vorstellen und sie durch ihre direkte grafische Gegenüberstellung auch besser vergleichbar machen.

Bei der Darstellung von Fragen gibt es nicht die gleiche Menge an Optionen, die dem Fragebogen-Designer bei der Aufbereitung und Gestaltung von Antworten zur Verfügung stehen. Diese sind zwangsläufig maßgeblich durch die notwendige Skala geprägt und erlauben nahezu unbegrenzten Variantenreichtum.

Die gängige und sicherlich auch in der einen oder anderen Variante immer als Basis genutzte Darstellung ist die einfache schriftlich formulierte Frage.

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In vielen Fällen genügt sie auch völlig aus, d.h. es werden nicht einmal ergänzende oder komplexe Textmerkmale wie Tabellen oder Listen für Beispiele oder zu vergleichende Vorgabewerte benötigt. Solche Fragen lassen sich dementsprechend auch in allen Zielplattformen verwenden. Es ist sogar möglich, sie in unterschiedlich großen Medien wie Standard-Bildschirm gegenüber einem kleinen PDA-/Mobiltelefon-Bildschirm auszugeben, da sie sehr leicht an beliebiger Stelle umbrochen werden können. Wie auch bei den anderen Darstellungsalternativen, so ist auch hier die Formulierung ein eigenständiges Thema, das allerdings bei einer rein textbasierten Fragestellung umso deutlicher ins Gewicht fällt. Es gibt nun einmal in dieser Darstellung nicht das legendäre Bild, das mehr als 1000 Worte sagt.

In anderen Fällen ergänzt man die Frage um weitere Absätze oder besondere Block-Texte wie die schon erwähnten Listen oder Tabellen. Doch auch ergänzende Abbildungen, die als Beispiel fungieren, können eingesetzt werden. Der Charakter der Frage wird immer mehr zurückgedrängt, bis eher eine Art Textaufgabe, wie sie auch in einer Prüfung auftreten könnte, entsteht.

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Hat man sich ohnehin schon für einen elektronischen Fragebogen entschieden, steht dem Fragebogendesigner auch die ganze Welt der multimedialen Präsentation offen. In einer einfachen Basis-Variante wiederum können hier die verschiedenen Formate Bild, Audio und Video zum Einsatz kommen. Meistens betrifft dies Fragen, in denen entsprechend präsentierte Inhalte einzeln oder im Verbund verglichen und bewertet werden sollen. Neben der augenscheinlich sehr interessanten technischen Neuerung gibt es allerdings auch berechtigte Einwände gegen diese multimediale Inhaltsdarbietung. Sollen bspw. Äußerungen von Menschen einer bestimmten Gruppe (bezogen auf Beruf, Alter, Schicht, Herkunft) nach vorgegebenen Kriterien (Glaubwürdigkeit, Unterstützungswürdigkeit) beurteilt werden, ist dies bei einer Video- oder Audio-Datei etwas grundlegend Anderes als bei einer einfachen textuellen Beschreibung. Die audio-visuelle Wirkung kann durch zusätzlich übermittelte Inhalte zusätzliche Effekte auslösen, die weder intendiert noch klar fassbar sind. Andererseits bedient man natürlich auf eine ebenso unerklärliche Weise Vorurteile, wenn man die beispielhaften Äußerungen nur im Fragetext Typen („eine Hausfrau“, „ein Azubi“, „ein Rentner“) zuschreibt, die vor dem Hintergrund ebenfalls nicht fassbarer Einschätzungen durch den Befragten beurteilt werden. Oft wird daher auf genau solche Zuschreibungen einfach verzichtet, was im Text sehr einfach durch Weglassen möglich ist, aber in einer Mediendatei nicht möglich ist. Bei einer Audio-Datei müsste dann der für alle Teilnehmer absolut neutrale Sprecher zu hören und bei einer Video-Datei der ebenfalls absolut neutrale Sprecher zu sehen sein. Wie dies gelingen soll, ist allerdings schwer vorstellbar.

Daher sind diese neuen Formen vor ihrem Einsatz gut abzuwägen, können allerdings bedenkenlos bei der Beurteilung zu solchen Themen wie Werbewirkung, Unterhalten oder allgemeine Bewertung des audio-visuellen Materials an sich zum Einsatz kommen. Hier geht es dann oft um den eigentlichen Inhalt, der zur Prüfung und Bewertung eingebunden wird. Sie stellen also kein Problem dar, wenn es darum geht, genau einen durch Video oder Audio dargebotenen realen Inhalt (ein Büro-Arbeitsplatz, ein Gefahrensituation, ein neues Produkt) zu zeigen.

Darstellung von Antworten

Die Darstellung von Fragen kann zwar auch umfangreiche Formatierungen oder sogar komplexe inhaltliche Elemente erfordern, doch im Wesentlichen handelt es sich um beliebig formatierte Texte. Bei den Antworten kommt noch der Aspekt hinzu, dass an dieser Stelle ein Formular eingefügt wird, denn es werden ja Antworten gesammelt. In irgendeiner Art und Weise müssen Elemente vorhanden sein, mit denen der Benutzer seine Meinung ankreuzen, seine Auswahl treffen oder seine aus sonst einer Quelle stammenden Werte eintragen kann. Durch diesen Aspekt der Interaktivität, der dem Antwortbereich als Eigenschaft aus sich selbst heraus zu eigen ist, erwachsen technische Herausforderungen, was die Darstellung oder die Übertragbarkeit auf andere Plattformen anbetrifft, wie auch eine umfassende Menge an Gestaltungsmöglichkeiten. Die Fünfer-Skala ist nicht allein deswegen so ubiquitär im Einsatz, weil sie auch besonders einfach darzustellen ist und darüber hinaus den Vorteil hat, mit nahezu jeder Software auch für einen Papier-Fragebogen gestaltet werden zu können. Im allereinfachsten Fall kommt nämlich gar keine spezielle Fragebogensoftware zum Einsatz, sondern kann man sogar eine Tabelle in einem Textverarbeitungsprogramm verwenden.

Die Beispiele, die in den Abbildungen zu diesem Abschnitt gezeigt werden, geben gerade durch die direkte Gegenüberstellung von Varianten bei der Antwortgestaltung einen guten Überblick über traditionelle und auch erweiterte multimediale Möglichkeiten von Benutzereingabemöglichkeiten. Man muss natürlich sagen, dass sich nicht umsonst die traditionellen und einfachen Darstellungen so gut verbreitet haben. Sie sind fast schon standardisiert und müssen nicht umfassend erklärt werden. Einige der grafisch anspruchsvollen Lösungen erfordern in jedem Fall eine eigene Erklärung und bieten sogar bei im Computereinsatz wenig geübten Teilnehmern das Risiko, falsch genutzt oder sogar nur deswegen übersprungen zu werden, weil doch vom Teilnehmer mehr verlangt wird als nur ein einfaches Kreuzchen. Der zusätzliche Vorteil von einfachen Darstellungen wie gerade Ankreuzfeldern liegt dann auch noch darin, dass sie als Grafik auch in einem Papier & Bleistift-Fragebogen sowie in sehr ungewöhnlichen Auslieferungsformen wie einem PDF-Formular, einer MS Word-/MS Excel-Datei oder auch einer Flash-Animation ausgegeben werden können, ohne dass der Fragebogendesigner allzu viele technische Herausforderungen meistern müsste.

Ein übergeordnetes Ziel spricht allerdings für die komplexen und grafisch anspruchsvollen Darstellungsformen: sie erlauben es dem Benutzer, auf eine für ihn unterhaltsame Weise seine Antworten zu vergeben und dabei bei gut ausgewählten Erfassungsformen eine sehr gute Abbildung seiner Antworten im Raum der möglichen Antworten vorzufinden und seine tatsächliche Antwort dann auch visuell unterstützt abgeben zu können. Im Idealfall verringert sich also gerade durch den Einsatz von solchen innovativen Antwortgestaltungen die Abbruchquote und erhöht sich insgesamt die Ausfüll-/Rücklaufquote, weil der Fragebogen an sich schon interessant ist und zur Beantwortung einlädt. Abgesehen vom Teilnehmer und seinem Erlebnis ist es sogar denkbar, dass durch eine bessere Darstellungsform der Antwort auch komplexe Fragestellungen realisierbar sind, die aber nicht gleichzeitig zu einer komplexen Antwortgestaltung zwingen, nur weil man ansonsten mit Hilfe von traditionellen Basis-Formen die Antworten abruft. Dieser letzte Punkt bezieht sich maßgeblich darauf, wenn bspw. zwei Objekte miteinander verglichen oder sonstwie in Beziehung gesetzt werden sollen oder wenn ein Objekt anhand von zwei Eigenschaften eingeordnet werten soll und dabei unterschiedliche Verhältnisse zwischen den beiden Eigenschaften und mengenmäßige Ausprägungen der einzelnen Eigenschaft denkbar sind. Solche Antworten abzubilden, indem man dem Teilnehmer Ankreuzfelder oder Eingabeschaltflächen anbietet, führt eher dazu, von solchen komplexen Fragen nur aufgrund der ungünstigen und schwer verständlichen Antwortgestaltung mit Hilfe von traditionellen Mitteln Abstand zu nehmen.

Welche Formen sind also nun in den verschiedenen Beispielen zu sehen?

Bei der Auswahl aus einer Liste ist es weit verbreitet, Ankreuzfelder für die Fünfer- oder Dreier-Skala zu vergeben. Eine zusätzliche Option besteht dann darin, auch noch eine neutrale Antwort zu vergeben, welche die beiden Hälfte Positiv/Negativ genau halbiert.

Zusätzlich kann man immer auch eine Antwort für „Sonstiges“ oder die „Weiß-nicht“-Antwort vorgeben. Bei der „Sonstiges“-Antwort wird dann darüber hinaus dem Teilnehmer noch die Möglichkeit gegeben, einen freien Kommentar einzugeben.

Setzt man keine Ankreuzfelder ein, kann man auch Piktogramme verwenden. Gesichter/Smileys, Leitern, Thermometer oder verschieden große Säulen sind hier denkbar. Sie sollen insbesondere zeigen, wie qualitativ hoch oder niedrig die Antwort ist. Bei Smileys kann nicht der vielleicht falsche Eindruck entstehen, dass die Abstände zwischen den einzelnen Stufen interpretierbar wären, d.h. es kann kein falscher Eindruck der Skala entstehen. Bei verschieden hohen Säulen oder wie im Beispiel verschiedene Pflanzenhöhen und Blätterzahlen könnten hier eine Kardinal- und keine Ordinalskala ersichtlich sein, was aber falsch wäre.

Völlig freie Antworten werden normalerweise nur einmal mit einem Textbereich angeboten. Hier ist es zwar vorstellbar, dass auch mehrere einzelne Antworten angegeben werden können, doch die Auswertung erfordert dann in jedem Fall eher eine gutachterliche Untersuchung der eingegangenen Daten.

Die Bewertung in Form einer Sortierung kann über Zahlen oder über eine interaktive Sortierung erfolgen, bei der Elemente tatsächlich in die vom Teilnehmer gewünschte Reihenfolge gebracht werden. In der Oberfläche erscheinen dann Schaltflächen, mit denen die Elemente direkt nach oben oder nach unten bewegt werden können. Eine andere Darstellung wäre es, die zu sortierenden Objekte und die möglichen Rangplätze nebeneinander zu stellen und Linien zwischen den Objekten und den Plätzen zu zeichnen oder sie auf einer Leiter einzuordnen. Bei der Sortierung muss man zusätzlich darauf achten, ob jeder Platz besetzt sein muss oder ob ein Platz mehrfach vergeben werden und damit auch einzelne Plätze frei bleiben können.

Für die Vergabe von Rangplätzen eignen sich auch Schulnoten, da dies den meisten Teilnehmern bekannt ist. Wichtig ist hier lediglich, dass je nach Land die verschiedenen Notenstufen passend angeboten werden. Bei einer internationalen Befragung wäre dies dann aufgrund der völlig unterschiedlichen Notensysteme eher kritisch.

Eine Punktvergabe kann in zwei verschiedenen Ausprägungen erfolgen. Entweder muss eine vorgegebene Anzahl von Punkten vollständig auf eine zu bewertende Menge vergeben werden, was dann auch einer prozentualen Vergabe entsprechen würde, oder man kann maximal bis zu einer angegebenen Menge Punkte vergeben. Im letzten Fall können dann wiederum Punkte frei bleiben.

Sollen Objekte nach verschiedenen Kriterien verglichen werden, kann man Koordinatensysteme einsetzen. Sie erlauben es, Objekte innerhalb des Systems zu platzieren, wobei der Abstand vom Koordinatenursprung auf jeder Achse eine höhere Wertung bedeutet. Komplexe Varianten würden hier sogar Koordinatensysteme mit allen vier Quadranten anbieten, sodass sogar negative Wertungen für einzelne oder beide Eigenschaften zulässig wären.

Die Bedeutung von Objekten oder die Größe, die sie hinsichtlich einer Eigenschaft haben, lässt sich über ihre Skalierung ausdrücken. Dabei vergrößert man anfänglich gleich große Objekte, sodass die dann entstehenden Größenverhältnisse die Bedeutung hinsichtlich des abgefragten Merkmals abbilden.

Bei Abbildung von Werten, die direkt einen temporären und geografischen Bezug aufweisen, lassen sich auch Landkarten oder Zeitstrahlen verwenden. Sie bieten die Möglichkeit, dass entweder Objekte auf ihnen platziert werden können, deren Position dann interpretiert und ausgewertet werden kann, oder dass direkt mit der Maus in die Karte oder auf den Zeitstrahl geklickt werden kann, um einen einzelnen Punkt zu markieren. In einer traditionellen Darstellung böte sich hier an, einfach entsprechende Wertelisten zur Auswahl zu stellen. Durch die sehr figürliche Abbildung jedoch entsteht ein verbesserter Eindruck des Eigenschaftswertes und auch der Beziehungen und der Verhältnisse von mehreren Objekten zueinander.

Mit grafischen Darstellungen kann man nahezu beliebige Kombinationen von Werterfassungen erstellen. In den Beispielen ist noch eine Lösung enthalten, die sich nicht unbedingt einer speziellen Gruppe an Darstellungsweisen für Antworten zuordnen lässt. Dabei sollen ebenfalls mehrere Eigenschaften bewertet und gleichzeitig auch in Beziehung gesetzt werden. Dazu bietet man dem Teilnehmer die Möglichkeit an, sie sternförmig von einem fixierten Ursprung aus zum Rand zu ziehen. Der Abstand zum Ursprung entspricht dann der Bedeutung, die mit den Abständen der anderen Objekte zum Ursprung in Beziehung gesetzt werden kann.

Zum Abschluss sei noch darauf hingewiesen, dass zwar selbstverständlich die grafisch anspruchsvollen Darstellungen für die Antworterfassung nun wirklich in keiner Weise mehr in einem Papier-Fragebogen genutzt werden können, doch ermöglichen sie mit Sicherheit, ein höheres Interesse beim Teilnehmer auszulösen als immer wieder die gleiche Antwortdarstellung. Teilweise lassen sie sich auch für einen Papier-Fragebogen in einfachere traditionelle Formen der Darstellung umwandeln.

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Darstellung für Interviewer

Bei einem Fragebogen, den der Teilnehmer alleine und zumeist auch ohne Rückfrage-Möglichkeit bearbeitet, ist es sehr wichtig, dass sowohl die Frage verständlich als auch das Verfahren der Beantwortung klar und unmissverständlich ist. Bei einem Teilnehmerkreis, der bspw. selten an Befragungen teilnimmt oder ohnehin eher einen einfach gehaltenen Fragebogen benötigt, um jegliche Verständnisschwierigkeiten auszuschalten oder wenigstens versuchsweise zu minimieren, eignet es sich natürlich besonders, in einem Fragebogen für die gleiche Skala immer wieder die gleiche Darstellung der Antwortmöglichkeiten zu verwenden. Auch ist es dann empfehlenswert, auf die multimedialen Möglichkeiten, die sich gleichermaßen bei Frage und Antwort bieten, zu verzichten, um keine Antworten zu verlieren oder eine erhöhte Abbruchquote befürchten zu müssen, nur weil der Fragebogen formal schon die Teilnehmer überfordert und frustriert.

Bei einem Interview verhält es sich gerade anders. Hier besteht erstens nicht nur die Möglichkeit, zu nicht verstandenen Fragekomplexen Rückfragen zu stellen, sondern auch die Art und Weise der Beantwortung noch einmal zu hinterfragen. Sollte der Teilnehmer den Fragebogen gar nicht sehen, dann sind die multimedialen Fragen so wie auch die grafisch orientierten Antwortmöglichkeiten nicht einzusetzen, da der Fragebogen als solcher ja direkt vom Interviewer ausgefüllt wird. Lediglich in solchen Fällen, in denen der Interviewer den Fragebogen ganz oder teilweise direkt mit dem Teilnehmer bearbeitet und auch weitere Materialien (Bildkarten, sortierbare Objekte) verwendet, die wiederum die grafischen Elemente des elektronischen Fragebogens imitieren, kann man sie erneut einsetzen.

Auch wenn nun der Interview-Leitfaden bzw. der Fragebogen, der ausschließlich in einem Interview zum Einsatz kommt, offensichtlich weniger anspruchsvolle Elemente enthält und damit mehr einem traditionellen Fragebogen zu ähneln scheint, besitzt er doch einige speziell die Interview-Situation unterstützende Merkmale. Diese sind in der nachfolgenden Abbildung schematisiert zusammen gefasst.

Oft findet ein Interview ohne Zugang zu einem Rechner statt, wobei der Einsatz eines mobilen Erfassungsgeräts für die Datenspeicherung und –übertragung in jedem Fall anzuraten ist. In einem solchen Fall gibt es zusätzliche Felder, die ebenfalls wieder als Fragen verstanden werden könnten, welche sich allerdings an den Interviewer richten. Im Standardfall handelt es sich dabei gerade um seinen Namen, das aktuelle Datum oder sonstige situative Informationen, die eine Nachverfolgung der Interviewsituation zur Qualitätskontrolle oder sonstigen Kontrollen erlauben. Des Weiteren sind Hinweise im Fragebogen enthalten, bei denen man differenzieren muss, ob der Adressat der Interviewer oder – wie bei einem gewöhnlichen Fragebogen auch – der Befragte ist. Bei den Hinweisen, die für einen Interviewer vorhanden sind, handelt es sich zumeist um weiter gehende Erklärungen oder Tipps sowie Hilfen, die in der Interview-Situation auftretende typische Fragen seitens des Befragten wie auch des Interviewers auf erwartete Reaktionen oder Rückfragen beantworten versuchen.

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Sogar zusätzliche interaktive Elemente sind denkbar. Damit eine Führung im Fragebogen realisiert werden kann, können dem Interviewer bspw. zusätzliche Frage gestellt werden, deren Beantwortung dann allerdings als Filterfragen verwendet werden kann.