Die Comelio GmbH bietet Business Intelligence-Lösungen auf Basis von Microsoft SQL Server und die individuelle Erstellung von Befragungs- und Auswertungssoftware an. Zurzeit entwickeln wir DomOnto, ein universell einsetzbares Befragungswerkzeug, mit dem neben der Erstellung von Fragebögen auch die Befragungssteuerung und -durchführung bietet. Es ist ein ontologiebasiertes Werkzeug, das in Kooperation mit der Hochschule für Philosophie in München (Lehrstuhl Metaphysik) als Pro INNOII-Forschungsprojekt erarbeitet wird.
Comelio DomOnto - Universelle Fragebogenerzeugung und -steuerung
Das Interview ist die klassische Form der Befragung, an die viele
Personen vielleicht auch spontan denken, wenn sie von einer Umfrage oder
Befragung hören. Der Fragebogen wird dann sicherlich als nächstes vor
dem inneren Auge erscheinen, wobei dann auch die formular- oder
testähnliche Beantwortung der Fragen zusätzlich erscheinen dürfte.
Normalerweise denkt man bei einem Fragebogen an den Einsatz als Grundlage
für ein Interview oder als Formular für die direkte schriftliche
Bearbeitung durch die Teilnehmer. Man kann jedoch einen Fragebogen auch
noch in weiteren Situationen einsetzen, wobei hier jeweils der Fragebogen
mehr als Formular verstanden wird. Ein solches Formular setzt sich aus
den gleichen Elementen wie ein Fragebogen zusammen: Im Zentrum steht der
Fragenkatalog mit Fragen und möglichen Antworten bzw. der Gelegenheit,
freie Antworten einzugeben. Teilweise ist es auch notwendig, besondere
multimediale Elemente oder solche Möglichkeiten wie einen Datei-Upload
anzubieten. Dieses Formular wird dann wieder in einen Rahmen mit
zusätzlichen Inhalten aus Text und Grafik eingebunden und entweder in
ausgedruckter Form oder in elektronischer Form ausgeliefert. Wie immer
ist auch hier die elektronische Form die vorteilhaftere von beiden
Varianten, denn nur sie erlaubt es, die eingehenden Daten zunächst
automatisch zu validieren, dann zu speichern sowie natürlich auch
überhaupt komplexe Oberflächenelemente anzubieten.
Dreh- und Angelpunkt jeder Auswertung und Verarbeitung von Daten ist die
statistische Bearbeitung der Daten. Dabei kann man sogar den Großteil der
Techniken, die bei der Aufbereitung der Daten anfallen, auf die eine oder
andere Weise diesem Bereich zuschlagen. Dies liegt daran, dass die
statistischen Methoden sehr zahlreich sind und nun einmal für die
Verarbeitung von Daten, die bei Befragungen typischerweise entstehen,
keine anderen Techniken bereitstehen. Dies ist lediglich bei sehr vielen
freien Antworten anders, die höchstens nach einer entsprechend mühsamen
Vorbereitung erst mit Standardmethoden verarbeitet werden können. Hier
würde man dann eher Inhaltsanalysen und Gutachten einsetzen, mit denen
man die vielen unstrukturierten und von ihrem Informationsgehalt her
unterschiedlichen Äußerungen bearbeiten könnte.
Dieser Abschnitt gibt einen kurzen Eindruck davon, wie man sich eine statistische Verarbeitung vorstellen könnte. Dabei ist es nicht möglich, die einzelnen Berechnungen ausführlich darzustellen oder gar auf die vielen Varianten einzugehen, die sich für die verschiedenen Skalenformen ergeben. Es soll vielmehr eine Ahnung entstehen, wie eine weitere Verarbeitung der Daten möglich wäre.
Eine gängige Kategorisierung von Fragen betrachtet nicht direkt die
eigentliche Frage, sondern die möglichen Antworten bzw. Antwortvorgaben.
Durch den starken Einsatz von elektronischen Werkzeugen für die
Darstellung und die Auslieferung des Fragebogens sowie seine Steuerung
sind hier insbesondere sehr strukturierte Antwortmöglichkeiten hoch im
Kurs, obwohl man sich genauso gut auf die Frage als solche konzentrieren
könnte und sie bspw. in solche Kategorien wie suggestiv, irreführend,
ermunternd oder ironisierend einordnen könnte. Dies wird ja bspw.
durchaus bei einer Textanalyse so durchgeführt, wobei allerdings bei
einer Befragung dann wohl eher beim gleichen Frageinhalt der
Untersuchungsgegenstand lauten würde, ob die Beantwortung der Frage von
der Formulierung der Frage und der offensichtlichen Haltung des
Interviewers abhängt. Dies jedoch steht typischerweise nur sehr selten
und höchstens nur bei einem die Sozialwissenschaften oder die Psychologie
selbst zum Forschungsgegenstand besitzenden Projekt im Zentrum.
Stattdessen lassen sich drei verschiedene Dimensionen unterscheiden, mit denen man den Charakter oder die Art einer Frage auf der Grundlage ihrer Antworten einordnen kann.