Die Comelio GmbH bietet Business Intelligence-Lösungen auf Basis von Microsoft SQL Server und die individuelle Erstellung von Befragungs- und Auswertungssoftware an. Zurzeit entwickeln wir DomOnto, ein universell einsetzbares Befragungswerkzeug, mit dem neben der Erstellung von Fragebögen auch die Befragungssteuerung und -durchführung bietet. Es ist ein ontologiebasiertes Werkzeug, das in Kooperation mit der Hochschule für Philosophie in München (Lehrstuhl Metaphysik) als Pro INNOII-Forschungsprojekt erarbeitet wird.
Comelio DomOnto - Universelle Fragebogenerzeugung und -steuerung
Unter Operationalisierung versteht man in der empirischen Sozialforschung
die Angabe von Korrespondenzregeln, d.h. ein Satz an Messanweisungen, mit
denen Sachverhalte zu einem interessierenden Phänomen beobachtet und
datentechnisch erfasst werden. Ob dies tatsächlich durch eine Beobachtung
im eigentlichen Sinne oder durch eine Selbstauskunft im Sinne einer
Befragung oder durch einen speziellen Test in einem Labor erfolgt, ist
dabei unerheblich. Wichtig ist vielmehr die Feststellung, dass sich
natürlich nur solche Sachverhalte überhaupt erfassen lassen, die man auch
tatsächlich beobachten kann. Eine Unterscheidung von Variablen in
manifeste und latente ist zunächst nur eine zweigeteilte Beschreibung von
möglichen Variablenarten, die allerdings einen so sehr übergeordneten
Rahmen besitzt, dass man wohl davon ausgehen kann, dass sie alle
möglichen Variablen beschreiben kann.
Doch für eine Messanweisung ist diese Einteilung nur insoweit nützlich, als dass man festhalten kann, dass natürlich nur manifeste Variablen überhaupt für eine Beobachtung zum Einsatz kommen können. Eine latente Variable kann schon wieder derart abstrakt sein, dass sie selbst wieder zu einem interessierenden Phänomen werden kann, welches sich nur durch eine eigene (Teil-)Untersuchung überhaupt erheben lassen kann. Dabei geht es nicht darum, dass man einen Variablenwert bspw. durch Verrechnung oder sonstige mathematische Verarbeitung (Gewichtung, Quotierung, Differenzbildung zu einem anderen Wert) ermittelt, sondern dass man sie tatsächlich direkt beobachten kann.
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Unternehmen sollten über einen eigenen Prozess im Bereich Business
Intelligence verfügen. Eine einfache ad-hoc-Auswertung einer Befragung
ist normalerweise nur in sehr seltenen Fällen gewünscht oder zielführend.
Stattdessen kann man eher davon ausgehen, dass auf der einen Seite Daten
aus der betrieblichen Leistungserstellung (Rechnungswesen, Produktion,
Auftrags- und Projektabwicklung etc.) mit weiteren Daten aus einer
Befragung angereichert werden, um ein umfassenderes Bild über den
aktuellen Stand und die Entwicklung verschiedener interessierender
Kennzahlen oder Phänomene zu erhalten, und dass auf der anderen Seite
Untersuchungen auf diesen Daten sowie ihre Beschaffung nicht nur einmalig
abläuft, sondern zum Zwecke des Vergleichs und der Ableitung von
Tendenzen und Veränderungen wiederholt durchgeführt werden. Dazu stehen
verschiedene Einzeltechniken zur Verfügung, welche sowohl auf
statistische Grundlagen zurückgreifen wie auch auf einfachen Mitteln der
tabellarischen Datenverarbeitung beruhen. In diesem Abschnitt sollen nun
verschiedene dieser Techniken, die man dem Bereich Business Intelligence
zuordnen würde, kurz porträtiert werden.
Unabhängig davon, ob eine wissenschaftliche oder forschende Arbeit im
Bereich der Sozialwissenschaften oder im Bereich der Naturwissenschaften
angesiedelt ist, kann man davon ausgehen, dass man als Hauptinteresse für
ein Tätigwerden auf diesem Gebiet einen Erkenntnisgewinn über die
Phänomene, Ereignisse und Strukturen in der Natur oder in der
zwischenmenschlichen Interaktion angeben würde. Bei sozusagen
hauptberuflich forschenden Akteuren muss man nicht davon ausgehen, dass
auch eine wie auch immer geartete praktische Verwertung der abgeleiteten
Ergebnisse im direkten Anschluss an die forschende Arbeit erfolgt oder
diese originär überhaupt erst motiviert hat. Bei einem Unternehmen das
eine Untersuchung erst in einem externen oder internen Projekt in Auftrag
gibt, ist es allerdings sehr wahrscheinlich, dass durch den eher
investiven Charakter, den ein solches Vorhaben mit sich bringt, auch eine
praktische Nutzung der Ergebnisse ansteht. Dies bedeutet, dass nicht nur
eine Beschreibung über den Ist-Zustand der sozialen Gegebenheiten und der
inneren Verbundenheit der untersuchten Objekte das Ziel ist, sondern
vielmehr die Motivation im Vordergrund steht, die Ergebnisse dafür zu
nutzen, unternehmerische Ziele mittels Planung und Manipulation der
erforschten Objekte zu erreichen. Es soll also eine Gestaltung der Umwelt
erfolgen.
Um beide Ziele zu erreichen, ist es eine unbedingte Voraussetzung, dass man auch wahre Erkenntnisse ermittelt oder wenigstens solche, die für eine Zeitlang als wahr gelten können, da noch keine anderen Erkenntnisse vorliegen. Diese Wahrhaftigkeit lässt sich nur dann erreichen, wenn alle Beteiligten am Wissenschaftsprozess die Vorgehensweise, die eingesetzten Techniken, Verfahren und Methoden, welche die Erkenntnisse befördert haben, auch nachvollziehen können. Da eine nachvollziehbare Leistung auch die Gelegenheit zum Vergleich und zur Qualitätskontrolle bietet, ist eine Anwendung von eben nachvollziehbaren und kritisierbaren Prozessschritten in Wirklichkeit auch im Interesse der forschenden Partei, denn sie kann mögliche übersehene Fehler, Ungereimtheiten und ungünstig gewählte Durchführungsstrategien ebenfalls erkennen, in Zukunft vermeiden und die Ergebnisse entweder angemessener interpretieren oder muss sich sogar frühzeitig von den scheinbar wahren Erkenntnissen verabschieden.
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In der Tagespresse wimmelt es förmlich nur so von Befragungsergebnissen,
mit denen die interessantesten und ungewöhnlichsten Themengebiete beackert
werden. Wechselt man von der gedruckten Presse zur elektronischen oder auch anderen
eher textbasierten Angeboten, sieht man sich oft mit meist sehr überschaubaren
Befragungsformularen konfrontiert, die um die eigene Aufmerksamkeit buhlen und
die gerade auf Community-Seiten besonders für so genannte Abstimmungen oder
spontane Meinungsumfragen genutzt werden. Befindet man sich in der Fußgängerzone,
wird es einem schon einmal passiert sein, dass man zwar ganz nah am typischen
SoWi-Studenten vorbei gegangen ist, der einen Fragebogen in der Hand hielt, einen
selbst aber offensichtlich gar nicht ansprechen wollte, oder dass man scheinbar
aus einer Menge von Passanten fast schon zielgerichtet herausgegriffen wird, weil
man in das „Beute-Raster“ der entsprechenden Studie zu passen schien.
Vielleicht ist es jedoch auch schon einmal vorgekommen, dass eine hektisch gesprochene
erste Frage wie bspw. nach den üblichen demografischen Merkmalen, vielleicht
aber auch sogar nach den anscheinend im Fokus der Befragung stehenden Thematik
scheinbar unabhängig von der positiven Antwort dazu geführt hat, dass
man doch nicht für die Befragung „geeignet“ schien. Möglicherweise
ist man aber auch schon einmal in die Datenbank einer längerfristig angelegten
Studie geraten, die man bspw. als Student ganz gerne beantwortet hat, die dann
aber doch beim Eintritt in den Beruf zeitlich und auch thematisch nicht mehr passend
schien, sodass man die eingehenden E-Mails mit Erinnerungen und Erinnerungen an
die Teilnahme ignorierte, bis man offensichtlich für die Befragung im wahrsten
Sinne des Wortes „gestorben“ schien. In ganz seltenen Fällen
konnte es sogar schon einmal passieren, dass man über ungewöhnliche
Umwege eine Anzeige gelesen hat oder sogar direkt angesprochen wurde, ob man an
einer intensiven Befragung in Interview- oder sogar Dokumentationsform teilnehmen
möchte, bei der das Innerste nach außen gekehrt und die Anonymität
so gut wie gar nicht gewahrt wurde, dafür aber eine relativ große Öffentlichkeit
mit der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Meinung konfrontiert werden
sollte.